Es gehört für die beiden Innungen der Bäcker wie auch der Fleischer zu einer schönen Tradition, dass sie ihre neuen Gesellinnen und Gesellen im Rahmen einer gemeinsamen Freisprechungsfeier in ihren neuen Lebensabschnitt entlassen. So auch in diesem Jahr, als die beiden Innungsmeister Peter Krekel für die Bäckerinnung und Dietmar Laux für das Fleischerhandwerk in die Räumlichkeiten der Adolf-Reichwein-Schule einluden. An Schulleiter Ralf Abel lag es, zu Beginn unter den Ehrengästen auch den Landtagsabgeordneten Tobias Eckert (SPD) zu begrüßen. Weiter dabei waren Kreishandwerksmeister Wolfram Uhe sowie der stellvertretende Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Olaf Fackler. Positiv erwähnt wurden durch den Schulleiter die derzeitigen Zahlen der Auszubildende. Derzeit sind 26 Auszubildende als Fleischer- und Fleischereifachverkäuferinnen und 71 Ausbildende als Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen eingetragen. „So viele wie lange nicht mehr“, freute sich Obermeister Dietmar Laux, da dies ein wichtiges Argument für den Berufsschulstandort Limburg in der Diskussion um die sogenannte „Zukunftsfähige Berufsschule“ ist. Froh sei er auch, dass die Meisterprüfung inzwischen genauso finanziert wird „wie die mehr als 20.000 Studiengänge, die es mittlerweile in Deutschland gibt“. Die Ausbildung in einem klassischen Beruf wie den Bäcker, Fleischer oder auch die jeweiligen Verkäuferinnen und Verkäufer ist krisensicher, abwechslungsreich und bietet vielfältige Entwicklungsperspektiven. Dabei könne man sogar den technischen Fortschritt mitgestalten. Die gleiche Richtung in diesem Themenbereich wurde auch von Obermeister Peter Krekel in seinem Grußwort eingeschlagen. Er verwies auch auf die Gefahr der KI, der künstlichen Intelligenz, die im Bereich der Akademiker nach Meinung von Peter Krekel besonders zuschlägt. Akademiker, die sich jahrelang und mühsam durch unser Bildungssystem gekämpft haben, um irgendwann mal Geld zu verdienen als Anwalt, Betriebswirt, Programmierer oder Banker. Viele von denen werden voraussichtlich durch die KI ersetzt. Es sei deshalb nicht unbedingt notwendig, dass ein Jugendlicher um jeden Preis Abitur macht. Besser sei es, das Kind lernt etwas Vernünftiges, dieser bekannte Satz sei aktueller denn je.
Mit zahlreichen Glückwünschen ging es nun an die Überreichung der Gesellenbriefe. Im Fleischer-Handwerk gingen diese an Steven Sallivan Bach aus Aarbergen, der im Betrieb Sven Schneider aus Hünstetten seine Lehre absolvierte. Weiter erfolgreich waren Mika Buhlmann aus Weilrod (Dietmar Laux, Brechen) und Dimitar Markovski aus Hofheim am Taunus (Rewe-Markt, Taunusstein). Erfolgreiche Fleischerei-Fachverkäufer waren Frederik Friesen aus Wiesbaden (Rewe-Markt, Taunusstein), Michelle Gottlob aus Solms (Götz, Braunfels) und Marie Hauck aus Grävenwiesbach (Langhans, Weilmünster).
Im Bäcker-Handwerk legte als Prüfungsbester Alexander Horne aus Hünfelden die Gesellenprüfung ab. Er hat sich schon jetzt zur Meisterprüfung angemeldet. Dahinter landeten auf den Plätzen zwei und drei Sufyan Yaseen und Daniela Gerster aus Limburg. Sie alle absolvierten ihre Lehre bei Schäfer Dein Bäcker aus Limburg. So wie auch Fynn Elmers aus Aarbergen, Florian Jung aus Limburg und Joshua Jung aus Elz. In der Bäckerei Peter Krekel absolvierte Tom Mink aus Weilburg seine Ausbildung. Prüfungsbeste bei den Fachverkäuferinnen war Elisabeth Lebenbrick aus Waldbrunn von der Bäckerei Lohner in Runkel. Weiter erfolgreich waren Marlen Peper-Sabio aus Limburg, Ümmü Nur Ünal aus Limburg, Larissa Baghdadi aus Villmar und Johannes Bausch aus Dornburg, die alle in der Mühlenbäckerei Westerburg ihre Lehre absolvierten. Bei Schäfer Dein Bäcker aus Limburg war dies Giusy Cicirello aus Limburg und bei der Bäckerei Huth Limburg Dominic Hartwig.
Anschließend waren alle Gäste zu feinen Leckereien ans Büffet eingeladen.