Das Ausbildungszentrum der Bauhandwerks-Innung war auch in diesem Jahr der zünftige Austragungsort der Freisprechungsfeier im Bauhandwerk sowie der Zimmerer-Innung. Beide Obermeister der Innung, Thomas Jeckel bei der Bau-Innung und beim Zimmererhandwerk Michael Dombach, begrüßten neben den neuen Gesellen auch zahlreiche Ehrengäste. Darunter Kreishandwerksmeister Wolfram Uhe, den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Stefan Lassmann und den stellvertretenden Geschäftsführer Olaf Fackler. Michael Dombach beglückwünschte in seiner Begrüßung die „fertigen Gesellen im Beton- und Stahlbetonbau sowie im Maurer- und Zimmerer-Handwerk“. Er sprach weiter davon, dass der Weg zum Gesellen kein Spaziergang war. „Vielmehr war dieser Weg wie ein anspruchsvolles Bauprojekt mit Hindernissen und Rückschlägen, aber auch mit Erfolgsmomenten, die euch motiviert haben, weiterzugehen bis zum erfolgreichen Ende“. Am Anfang hätte aber der Entschluss gestanden, im Handwerk Fuß zu fassen. Ein Handwerk, in dem es wichtig sei, auf ein Team zu bauen. Das Team bestehe demnach aus den Eltern und Familie „die euch motiviert, ermutigt und getragen haben“, weiter aus den Kollegen und Ausbildern „die euch Handgriffe, aber auch Haltung beigebracht haben“ und aus den Lehrkräften „die euch das Wissen gaben, nicht nur, wie es geht, sondern auch, warum es geht. Diese alle sind an diesem Bau beteiligt und am Ende dürft Ihr feiern. Feiert, als wäre heute euer Richtfest“. Nach weiteren Glückwünschen für das Erreichte und für die weitere berufliche Zukunft wurden die begehrten Gesellenbriefe überreicht: Im Bauhandwerks an die Maurer Gullahmet Gökbayrak aus Limburg (Betrieb Matzkeit, Limburg), Ozan Cinar aus Selters (Gebr. Hofmann, Kronberg), Emre Degermenci aus Merenberg (Adolf Bördner, Weilburg), Samet Dündar aus Hadamar (H.D. Bau, Hadamar), Özkan Evirgen aus Limburg (M&T Bauservice, Limburg), an den Beton- und Stahlbetonbauer Abid Prelic aus Waldbrunn (Stein, Weilburg) und den Hochbaufacharbeiter Arton Veliu aus Diez (Jeckel Bau, Limburg). Im Zimmererhandwerk gingen die Gesellenbriefe an Antoni Iglantowicz aus Hünfelden (Dombach, Hünfelden-Dauborn), Kevin Kirchner aus Aarbergen (Holzmanufaktur Viehmann, Hünfelden), Tim Mangione aus Bad Camberg (Müller Holzbau, Hünfelden-Dauborn), Tim Etienne Gessinger aus Selters (Wittlich, Selters), Max Kessler aus Runkel Reichwein, Elz), Henning Justus Schmidt aus Weilmünster (Schötz Zimmerei, Weilmünster). Den Prüfungsbesten auf Rang drei Tim Schneider aus Limburg (Zimmerei Dombach, Hünfelden-Dauborn), auf Rang zwei Jonas Scheid aus Hünfelden (Müller Holzbau, Hünfelden-Dauborn) und der Prüfungsbeste Simon Patrick Liebig aus Bamberg (Müller Holzbau, Hünfelden-Dauborn) wurde noch ein besonderes Präsent der Innung überreicht.
Der Prüfungsbeste war aber zu der Überreichung der Briefe nicht anwesend. Wie sein Meister Gero Müller berichtete, sei er der Tradition im Zimmerhandwerk zufolge, auf der Walz. Dies bedeutet für drei Jahre in Deutschland und Europa unterwegs zu sein und nie näher als 50 Kilometer an seinen Heimatort kommen. Dabei geht es nicht darum Geld zu verdienen „die gehen mit fünf Euro los und müssen mit fünf Euro zurückkommen“. Vielmehr geht es darum, im Handwerk zu lernen. Verboten ist auch die Nutzung eines Handys.
In geselliger Runde und bei gutem Essen wurde dieser besondere Anlass anschließend gewürdigt, auch fand mit den jungen Gesellen ein fachlicher Austausch statt.