11.05.2026
Kategorie: Kreishandwerkerschaft, Sanitär und Heizungstechnik

Jahreshauptversammlung SHK-Innung Limburg-Weilburg

Innung wächst stark – Jahreshauptversammlung sehr gut besucht
vl. GF Stefan Laßmann, Roland Menier, Friedhelm Jadatz, Michael Simon, Christian Geis, Obermeister Holger Lohr, Tobias Dahlen, stv. GF Olaf Fackler, stv. Obermeister Karl Hude, Holger Bursky

Als Obermeister der Schreinerinnung hatte Christian Kunz zu Beginn der Jahreshauptversammlung als eine Sehr gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Innung Sanitär, Heizung, Klima (SHK) in Staffel. Holger Lohr als Obermeister der Innung konnte in seinem Rechenschaftsbericht von einer erfreulichen Entwicklung bei den Mitgliederzahlen berichten. „Wir konnten im vergangenen Jahr zehn neue Mitglieder begrüßen“ so der Obermeister. Derzeit sind in der Innung 83 Mitglieder, die sich aufteilen in 74 Vollmitglieder, drei Gastmitglieder, zwei Fördermitglieder und drei verbandslose Mitglieder sowie ein Seniormitglied. „Das ist ein starkes Zeichen, unser Handwerk lebt, wächst und hält zusammen“. Zum schwierigsten Teil seines Berichtes gehört die wirtschaftliche Lage der Betriebe. Das Jahr 2025 sei kein einfaches Jahr gewesen, weder bundesweit noch in Hessen. Das Gebäudeenergiegesetz, wechselnde Förderbedingungen, politische Unsicherheiten habe viele Endkunden verunsichert. Angebote bleiben liegen, Anrufe kamen – aber es wurde später entschieden oder gar nicht. Beratungsgespräche wurden länger, intensiver – aber nicht immer folgte ein Auftrag. Dies sei besonders im Heizungsbereich zu spüren gewesen. Die Wärmewende sei politisch gewollt, brauche aber Planungssicherheit. Die Betriebe bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen. „Wer investieren soll – egal ob Kunde oder Handwerksbetrieb – muss wissen woran er ist“. Dazu kämen weiterhin hohe Materialkosten, gestörte Lieferketten, steigende Lohnkosten „und ein überbordender Aufwand bei Dokumentationen, Nachweisen und Förderanträgen“ so der Obermeister. Das alles würde Ressourcen fressen „Zeit, die wir lieber auf der Baustelle oder beim Kunden verbringen würden“. Positiv sei die Nachricht, dass der Sanierungsmarkt stabil bleibt und langfristig das stärkste Standbein der Innung sein wird. „Denn der Gebäudebestand ist alt, und die energetische Modernisierung ist keine Option, sondern Pflicht“. Sorgen würden in der Innung die Suche nach Fachkräften machen. Die Politik würde viel vom Handwerk reden, schaut man sich aber die Bildungsausgaben an, dann liegt der Fokus weiterhin ganz klar auf der akademischen Ausbildung. Nur etwa zehn bis 12 Prozent der Mittel fließen in den Bereich der dualen Ausbildung. Das würde in keinem Verhältnis zu der enormen Bedeutung stehen, die das Handwerk für unsere Gesellschaft haben würden. In den Betrieben sind derzeit 128 Jugendliche derzeit in Ausbildung, zwei mehr als im Vorjahr. Diese teilen sich auf in 76 im Bereich Heizungstechnik, 42 im Sanitärbereich, sechs in der Umwelttechnik, vier im kaufmännischen Bereich „leider keiner im Bereich Lufttechnik“. Das sind nach Aussage von Holger Lohr gute Ergebnisse die zeigen auf „wir bilden weiterhin auf hohem Niveau aus“. Mit dem Statement „Wenn wir Qualität liefern, wenn wir zusammenstehen und wenn wir klare Haltung zeigen, dann bleibt unser Beruf nicht nur bestehen, er wird gefragter denn je“. Danach ging es auch bei der SHK-Innung an Wahlen. Gewählt wurden zum Obermeister Holger Lohr, zum stellvertretenden Obermeister Karl Hude sowie zu Beisitzer Christian Geis, Holger Bursky, Friedhelm Jadatz, Roland Menier, Michael Georg Simon und Tobias Dahlen.


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