
Schadeck. Neuwahlen, zwei für die anwesenden Vertreter der Fleischerbetriebe in der Fleischerinnung der Limburger Kreishandwerkerschaft hochinteressante Vorträge und der Bericht des Obermeisters standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Fleischerinnung. Innungsobermeister Dietmar Laux übergab zu Beginn das Wort an Frau Dr. Heck vom Veterinäramt Limburg, die zum Thema „Listerien“ die neuesten Informationen weitergab. Danach ging es mit dem Jahresbericht 2025 weiter, in dem Dietmar Laux von 27 Innungsmitglieder sprach, darin enthalten 20 Vollmitglieder. Sorgen bereiten die Zahlen im Nachwuchsbereich. Sind nach den Worten des Obermeisters die Zahlen der Auszubildenden im Innungsbezirk gegenüber 2024 gleichbleibend „bleiben im Landes- und Bundesvergleich viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Das ist ein alarmierendes Signal, denn ohne Nachwuchs hat unser Handwerk keine Zukunft“. In der Fleischerinnung Limburg sind derzeit im Bereich Fleischer im ersten Lehrjahr vier, im zweiten Lehrjahr drei und im dritten Lehrjahr acht Auszubildenden in den Betrieben. Bei den Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer sind im ersten Lehrjahr fünf, im zweiten Lehrjahr vier und im dritten Lehrjahr zwei Jugendliche in Ausbildung. Auch die Situation des Handwerks im Allgemeinen wurde angesprochen. Demnach sieht sich das Handwerk, nach den Worten von Dietmar Laux, mit wachsenden Anforderungen konfrontiert. „Bürokratie, Dokumentationspflicht und immer weiter verschärfte Auflagen machen es uns nicht einfacher. Sie binden Zeit, Energie und Ressourcen, die wir eigentlich für unsere eigene Arbeit brauchen. Für Qualität, für Kunden und für die Ausbildung junger Menschen“. Oft habe Man den Eindruck, dass dem Fleischerhandwerk zunehmend schwerer gemacht wird. Bei aller Kritik sei man aber nicht machtlos. „Als Innung haben wir eine starke Stimme, und gemeinsam können wir etwas bewegen“. Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren dann die Wahlen zum Vorstand. Hier wurde Dietmar Laux für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Weiter im Vorstand die stellvertretenden Obermeister Michael Fritz, Wilhelm Ottes und der Beisitzer Klaus Heymann. Auch gab es Informationen vom Deutschen Fleischerverband. Hier findet am 5. und 6. Juli in Berlin die Veranstaltung „160 Jahre DFV“ und am 18. 20. Oktober der DFV-Verbandstag in Nürnberg statt. Unter dem Punkt Verschiedenes merkte Dietmar Laux noch kritisch an, dass das Hessische Ministerium für Kultur, Bildung und Chancen einen Aufnahmestopp für Fleischer und Verkäufer/innen im Fleischerhandwerk in der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg zum kommenden Schuljahr erlassen hat. Die bestehenden Jahrgänge werden regulär weiterbeschult. Es würde nicht nur die Fleischer betreffen „denn auch andere Gewerke müssen die Segel streichen“. Hier würden Vertreter der Schule zu einem Austausch eingeladen. Am Ende der Versammlung gab es noch einen Fachvortrag durch die Firma Van Hees zum Thema Auswirkungen und Informationen über die neuen Verordnungen beim Thema Nitrit und Nitrat.